BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Grünen Bad Oldesloe

Markt Bad Oldesloe 7.2.2026: Politiker und Parteien haben das Wort

Kinder sind unsere Zukunft – Vielfalt in der Kinderbetreuung ist kein Luxus

Kinder sind unsere Zukunft. Doch wieder einmal erleben wir einen Vorstoß des Bürgermeisters, mit dem versucht wird, direkt in pädagogische Konzepte und Vielfalt einzugreifen. Diesmal trifft es nicht die Stadtschule, sondern den Waldorfkindergarten.

Dieser ist seit über 40 Jahren ein fester und geschätzter Bestandteil der Bad Oldesloer Kindergartenlandschaft. Er steht gemeinsam mit den anderen Kindertagesstätten für pädagogische Vielfalt, für Wahlfreiheit der Eltern und für ein Angebot, das von vielen Familien bewusst nachgefragt wird.

Bereits vor Jahren wurde beschlossen, dass der Waldorfkindergarten das Gebäude im Rümpeler Weg verlassen muss und dafür einen Neubau erhält. Dieses Verfahren wurde im WPA (Wirtschafts- und Planungsausschuss) priorisiert beschlossen, später mit Blick auf die Haushaltslage (durch die Mehrheit von CDU und FBO) zurückgestellt – jedoch ausdrücklich nur zurückgestellt, nicht aufgehoben. Parallel entstand der lang erwartete Kindergarten des DRK am Claudiussee.

Umso unverständlicher ist es, dass die Verwaltung dem Waldorfkindergarten nun empfiehlt, keine neuen Kinder aufzunehmen und am 25. Februar im SBSKA (Sport- Bildungs- Sozial- und Kulturausschuss) vorschlagen will, den Waldorfkindergarten aus der Bedarfsplanung des Kreises zu streichen – was bedeutet, dass der Kindergarten spätestens im Jahr 2029 geschlossen werden müsste. Auch der Beschluss des Neubaus soll gestrichen werden.

Die Plätze des Waldorfkindergartens sind bereits nachgefragt. Es gibt also einen klaren Bedarf, den auch der Kreis sieht.

Vielfalt in der Kinderbetreuung ist kein Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil einer modernen und familienfreundlichen Stadt.

Warum wird eine derart weitreichende Vorlage ohne vorherige Information oder einen politischen Auftrag eingebracht? Warum wurden auch hier keine Kinder (der Kinder- und Jugendbeirat) beteiligt? Wie kann eine Stadt Baugebiete ausweisen, um perspektivisch zu wachsen, aber die notwendige Infrastruktur zurückfahren?

Gute Kommunalpolitik braucht Transparenz, Beteiligung und Respekt vor gewachsenen pädagogischen Konzepten – dafür setzen wir uns ein.

Hannah Hofmann
Stadtverordnete der Grünen

und Vorsitzende des WPA



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