Kinder brauchen Räume zum Spielen, zum Lernen und zum sicheren Aufwachsen. Und das Wissen darum, dass ihre Meinung und ihre Rechte respektiert werden. In den Hölk-Hochhäusern leben über 70 Kinder, denen laut Landesbauordnung ein Spielplatz zusteht.
Vor über 2 Jahren gründete sich eine Initiative von Bewohnerinnen, die sich für den Spielplatz einsetzte. Einige Kinder schrieben dem Eigentümer Briefe, fassten Mut und sprachen im Wirtschafts- und Planungsausschuss (WPA). Doch der Eigentümer antwortete bis heute nicht.
Ich fand im Archiv der Stadt einen alten Plan, auf dem in der Genehmigung ein Spielplatz vorgeschrieben war und der Eigentümer wurde aufgefordert, ihn zu bauen. Es wurde im Ausschuss angeregt, auch die Kinder einzubinden. Denn was für öffentliche Spielplätze in Bad Oldesloe Pflicht ist, kann für private Spielplätze, auch wenn sie in der Landesbauordnung vorgeschrieben sind, nur freiwillig und auf Eigeninitiative geschehen.
Weil der Eigentümer seiner Verpflichtung nicht fristgerecht nachkam, unterstützte die Verwaltung ihn dabei, geeignete Spielgeräte auszusuchen. Der anschließend eingereichte Plan wurde genehmigt – allerdings ohne die Kinder einzubinden.
Seit Anfang Mai gibt es nun einen gefährlich lieblosen Spielplatz, der Fragen aufwirft: Balancierbalken auf Gehwegplatten, 3cm herausragende Schrauben und fehlende Befestigungen an einem Spielgerät. Ein Ort, der nicht den Eindruck vermittelt, dass die Sicherheit und Bedürfnisse von Kindern im Mittelpunkt stehen.
Dieser Fall zeigt beispielhaft, warum manche Eigentümer konsequent in die Pflicht genommen werden müssen. Wer Auflagen ignoriert und erst nach öffentlichem Druck handelt, darf damit nicht durchkommen. Dafür braucht es politischen Willen und konsequentes Handeln der Verwaltung. Das Wohnraumschutzgesetz, um das wir in Bad Oldesloe bedauerlicherweise noch politisch ringen, ist dabei eines von mehreren Werkzeugen.
Vor allem aber geht es um die Kinder. Wenn wir wollen, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen, sich beteiligen und Vertrauen in unsere Gesellschaft entwickeln, dann müssen wir ihre Anliegen ernst nehmen.
Die Kinder der Hölk-Hochhäuser haben ihren Teil getan. Es liegt an uns Erwachsenen, Verantwortung zu übernehmen.
Hannah Hofmann
Stadtverordnete der Grünen und Vorsitzende des WPA
Klar ist: Vielfaltspolitik bleibt nicht bei Beschlüssen stehen, sondern braucht konkrete Strukturen, kontinuierlichen Austausch und [...]
Nah am Menschen, stark im Wandel. Mit diesem Versprechen ziehen wir in die Landtagswahlen im Herbst. Beim Länderrat in Sassnitz auf Rügen haben [...]
Beim Ostkongress in Sassnitz auf Rügen haben wir den Startschuss für die Landtagswahlkämpfe in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt [...]